'Glaukom
'Glaukom

Glaukom Symptome und Glaukom Arten

Symptome Grüner Star

Der erhöhte Augeninnendruck wird vom Betroffenen in der Regel lange nicht bemerkt. So schleicht die Krankheit Jahrelang voran, bis sich das Blickfeld des Betroffenen immer mehr verengt. Es kommt zu charakteristischen Gesichtsfeldausfällen. Dann ist der Sehnerv bereits geschädigt. Wenn nichts dagegen unternommen wird, sterben immer mehr Nervenzellen und Nervenfasern ab, bis es zur vollständigen Erblindung kommt.

Bei einem Glaukomanfall oder einem akuten Glaukom steigt der Augeninnendruck auf sehr hohe Werte. Der Augapfel ist steinhart und gerötet. Betroffene klagen über Augenschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen. Der hohe Augendruck führt zu einer Schwellung der Hornhaut, wodurch Schleier und regenbogenartige Ringe um Lichtquellen wahrgenommen werden.

Bei einem Glaukomanfall müssen Betroffene umgehend zu einem Augenarzt, da ohne Behandlung eine dauerhafte Schädigung des Sehvermögens droht.

Glaukom Arten

Die Bezeichnung Glaukom steht für eine Gruppe von Augenerkrankungen, die in verschiedenen Formen auftreten. Bei allen liegt eine Abweichung von produzierten und abfließenden Kammerwasser zugrunde.

Es wird zwischen Primärglaukom und Sekundärglaukom unterschieden.

Primärglaukom

  • Das chronische Offenwinkel-Glaukom tritt am Häufigsten auf und entsteht wenn der Kammerwasser-Abfluss durch Ablagerungen gestört wird.
  • Eine Unterform vom Offenwinkelglaukom ist das Normaldruckglaukom. Obwohl der Abfluss des Kammerwassers nicht gestört ist und der Augendruck im Normalbereich liegt, stirbt der Sehnerv ab. Die Schädigung des Auges wird auf eine krankhaft unzureichende Blutversorgung der Nervenfaserzellen zurückgeführt. Oft weisen die Betroffenen weitere Durchblutungsstörungen im Körper auf und klagen über kalte Hände oder Füße. Sie haben oftmals auffallend niedrigen Blutdruck oder Tinnitus.
    Beide Glaukom Arten machen rund 90 bis 95 Prozent aller Primärglaukome aus.
  • Beim Engwinkelglaukom ist die vordere Augenkammer so flach, dass die Iris den Kammerwinkelabfluss sehr stark verengt oder gar blockiert. Dies tritt vor allem dann auf, wenn die Pupille stark geweitet ist, also bei Dunkelheit oder durch die Einnahme von Medikamenten oder Drogen.
    Wird der Abfluss komplett behindert, spricht man von einem akuten Winkelblock-Glaukom oder Glaukomanfall. Der Augeninnendruck steigt auf Werte von über 60 mmHg. Der Anfall geht mit starken Augenschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen einher. Der hohe Augendruck kann zu unmittelbaren und irreparablen Schäden am Sehnerv führen.
  • Ein angeborenes Glaukom kann bei Neugeborenen oder Kleinkindern auftreten. Hierbei handelt es sich um eine Fehlentwicklung des Kammerwinkels, weshalb das Augenwasser nicht ausreichend abgeleitet wird.

Sekundärglaukom

Ein sekundäres (erworbenes) Glaukom entsteht, wenn Krankheiten, Tumore, Verletzungen oder Entzündungen im Auge den Abfluss des Kammerwassers stören.